Steinruck warnt vor „europäischen Verhältnissen“ in Region

Veröffentlicht am 23.03.2012 in Veranstaltungen

Bechhofen. Straßburg, Ludwigshafen, Bechhofen – jede Menge Kilometer hatte die Europaabgeordnete Jutta Steinruck (SPD) gestern Abend in den Knochen, als sie im Bechhofer Dorfgemeinschaftshaus ans Rednerpult trat. Kurzfristig war sie bei der Wahlkampfveranstaltung für Verbandsgemeindebürgermeisterkandidat Jürgen Gundacker eingesprungen, der ursprüngliche Redner und SPD-Generalsekretär Alexander Schweitzer war wegen eines Infekts ausgefallen.

Rund 40 Zuhörer lauschten, wie aber auch Steinruck in Sachen Energiewende und grenzüberschreitender Zusammenarbeit interessante Gedanken beizusteuern wusste. Immer wieder verwies sie auf ihre Heimatstadt Ludwigshafen und das baden-württembergische Mannheim. Früher haben man gegeneinander gearbeitet, heute arbeite man zusammen – mit gutem Ergebnis. Gleiches müsse auch zwischen Zweibrücken und Zweibrücken-Land sowie zwischen der Region und dem Saarland gelten. „Gerade im Grenzgebiet muss man miteinander nach den besten Lösungen suchen“, so Steinruck.
Stichwort Flughafen-Kooperation: „Es kann nicht sein, dass einer sagt: ‚Ich bin der Große' und den anderen auf der Startbahn überholt.“ Sonst drohten sozusagen „europäische Verhältnisse“ in der Region: „Auch bei der Griechenlandkrise sieht man, was Egoismus anrichten kann.“ Und 2700 Menschen Arbeit zu geben, wie auf dem Zweibrücker Flughafen-Areal geschehen, sei heute europaweit selbst für große Firmen nicht mehr leicht. Neue Ansiedlungen in der Region müssten regional verträglich sein, nur dann seien sie eine Unterstützung vor allem für die ansässigen Unternehmen. Zur Energiewende mahnt sie „kleinräumige Konzepte vor Ort“ an, nur große zentrale Kraftwerke zu fördern, sei falsch. Sie setze hier Hoffnungen in die neu zu gründende Energiegesellschaft der Verbandsgemeinde, sagte Steinruck. (Quelle: Presseartikel „Pfälzischer Merkur“, Freitag, 16. März 2012)

 

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